• Der Zahlungsabwickler verdeutlichte, dass die mehr als 300.000 Wirecard-Vertragskunden mit der eigenen Technologie-Plattform verbunden seien.

    BildAm gestrigen Dienstag (15.10.2019) rutschten die Wirecard-Aktien (ISIN: DE0007472060) zeitweise um rund 24 % ab, und vernichteten mehr als 4 Mrd. EUR an Börsenwert. Den Handel am besagten Dienstag beendeten die Aktien der Wirecard AG dann mit einem Minus von „nur“ noch rund 13 %. Mit dem Kursrutsch war uns eigentlich schon wieder klar, was gelaufen ist. Die Financial Times hatte den Absturz mit einem neuen negativen Bericht herbeigeführt.

    Während sich der ,FT‘-Autor Dan McCrum zu Jahresbeginn noch auf die Niederlassung in Singapur stürzte, führte er nun Dubai und Irland an. Interne Dokumente würden den Anschein erwecken, als könnten Umsätze und Gewinne in Dubai und Irland zu hoch ausgewiesen worden sein. Daraufhin, so die Wirtschaftszeitung, hätte man 34 wichtige Kunden kontaktiert, deren Geschäfte über Wirecards Partner, die Al Alam-Plattform, abgewickelt wurden. Laut den Financial Times-Recherchen hätte fast die Hälfte den Namen Al Alam nie gehört, während andere sich nicht geäußert hätten oder auffindbar waren.

    Am heutigen Mittwoch reagierte der Konzern auf die Anschuldigungen, die als „falsch“ und „irreführend“ zurückgewiesen wurden. Der Zahlungsabwickler verdeutlichte, dass die mehr als 300.000 Wirecard-Vertragskunden mit der eigenen Technologie-Plattform verbunden seien. Alle Umsätze und Erträge, die Wirecard in seiner Bilanz veröffentliche, bezögen sich somit auf die Dienstleistungen, die über diese Plattform bereitgestellt würden.

    „Die Wirecard-Tochtergesellschaften in Dubai, Card Systems Middle East FZ LLC und Wirecard Processing FZ LLC, beschäftigen beinahe 200 Mitarbeiter und bilden eine der globalen Produkt- und Dienstleistungszentren von Wirecard, die lokale Rechenzentren betreiben und vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und verschiedenen Partnern haben“, heißt es in der Wirecard-Erklärung.

    Al Alam sei ein Drittpartner von vielen, mit denen das Unternehmen zusammenarbeite, weil teilweise eigene Lizenzen für die Zahlungsabwicklung in verschiedenen Ländern fehlen würden, erläuterte Wirecard und bestätigte damit frühere Angaben. Etwas weniger als die Hälfte des Transaktionsvolumens im vergangenen Jahr (etwa 125 Mrd. EUR) habe Wirecard mit solchen Partnern abgewickelt. Wirecard führe verschiedene Zahlungsabwickler auf seiner eigenen Plattform zusammen, wobei die Partner oft im Hintergrund aktiv seien.

    Diese Partner seien vor allem in Nord- und Südamerika, dem Nahen Osten, Afrika und Asien aktiv, da Wirecard dort keine eigene Zulassung zur Abwicklung von Zahlungen besitze. Finanzchef Alexander von Knoop betonte allerdings in der Vergangenheit mehrmals, dass man in Zukunft nicht mehr die Marge bei der Zahlungsabwicklung mit einem Partner teilen wolle und sich deswegen verstärkt um eigene Lizenzen in den Ländern bemühe.

    Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte „Small Caps“) und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

    Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier – https://www.js-research.de/disclaimer-agb/ -. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

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    Vorwürfe gegen Wirecard wieder „falsch“ und „irreführend“

    veröffentlicht am 16. Oktober 2019 in der Rubrik Presse - News
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