• Kunstfoyer der LV1871, München | 29. April – Ende August 2026

    BildWenn im Frühjahr das Erdreich aufbricht und die ersten Knospen sich dem Licht
    entgegenstrecken, liegt in der Luft jene elektrisierende Spannung zwischen Aufbruch und
    Verwandlung. Eine vergleichbare Energie durchzieht die Ausstellung „Frühlingserwachen“ der
    Münchner Künstlerin Alexandra Kordas, die ab Mai zudem im Rahmen der Biennale Arte in
    Venedig vertreten sein wird. Im Kunstfoyer der LV1871 entfaltet sich eine expressive Explosion
    innerer Landschaften – ein Gefühls Parcours zwischen Liebe und Konfusion, Nähe und Reibung,
    Zartheit und eruptiver Geste.
    Kordas überschreitet in ihren Arbeiten die gewohnten Koordinaten von Form und Emotion. Ihre
    Bildräume sind keine stillen Oberflächen, sondern vibrierende Resonanzkörper. Sanfte
    Übergänge kollidieren mit kraftvollen Kontrasten; Beziehungen erscheinen als fragile Geflechte,
    als Spannungsfelder zwischen Harmonie und Widerstand. Die Künstlerin lädt dazu ein, genauer
    hinzusehen – und anders zu fühlen.
    Mit „Frühlingserwachen“ zeigt Kordas eine ungewohnt farbintensive, mitunter heitere, gleichwohl
    tiefgründige Facette ihres Schaffens. Pastelltöne begegnen leuchtendem Blau, vibrierendem
    Gelb und markanten Schwarzakzenten. Diese chromatische Dramaturgie fängt die unbändige
    Energie des Frühlings ein: das Rauschhafte, das Bunte, das Überbordende. Formen wirbeln wie
    Konfetti durch den Bildraum, changieren zwischen Verdichtung und Auflösung, Euphorie und
    Kontrollverlust. Linien scheinen sich zu lösen, um sich im nächsten Moment neu zu formieren. So
    übersetzt Kordas das Flüchtige des Augenblicks in eine nachhaltige visuelle Erfahrung – roh in der
    Geste, offen im Ausdruck und zugleich von formaler Präzision getragen.
    Das Gesamtwerk der Künstlerin kreist um Rauschzustände, Transformationsprozesse und die
    Fragilität des Menschseins. Ihre Bildsprache ist expressiv und emotional aufgeladen, zugleich
    konzeptionell reflektiert. Zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Erinnerung, zwischen
    gesellschaftlicher Resonanz und poetischer Abstraktion entstehen vielschichtige
    Kompositionen. Sie berühren nicht nur, sie fordern heraus; sie konfrontieren den Betrachter mit
    Übergängen – mit Schwellenmomenten, in denen Identität, Gefühl und Wahrnehmung in
    Bewegung geraten. Kordas‘ zentrales Anliegen bleibt dabei unverkennbar: innere Zustände
    sichtbar zu machen und seelische Metamorphosen erfahrbar werden zu lassen.
    Im Kunstfoyer der Lebensversicherung von 1871 werden in regelmäßigen Abständen öffentlich
    zugängliche Ausstellungen mit Werken renommierter Künstlerinnen und Künstler sowie
    vielversprechender Nachwuchspositionen präsentiert.
    Informationen unter: www.kunst-im-foyer.de

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    Frau Annette Zierer
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    „Frühlingserwachen“ – Ausstellung von Alexandra Kordas

    veröffentlicht am 1. April 2026 in der Rubrik Presse - News
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