Die Costa de la Luz
Die südspanische Atlantikküste zwischen der Mündung des Río Guadinana an der portugiesischen Grenze und der Landzunge von Tarifa an der Meerenge von Gibraltar in Andalusien trägt den Namen Costa de la Luz (“Küste des Lichts”), denn fast immer ist sie vom flirrenden Licht der Sonne übergossen.
Trotzdem wird es hier im Sommer nicht so unerträglich heiß wie im Landesinneren, denn ein beständig von See wehender Wind, der “Poniente”, sorgt zumindest von Matalascanas bis hinauf zur portugiesischen Grenze für angenehme Frische. Im übrigen Küstenabschnitt in Andalusien bis hinab nach Tarifa dagegen erreicht der trockene Ostwind, der “Levante”, das ganze Jahr über oft beachtliche Stärken – für “normale” Touristen wie für Einheimische kaum erträglich, für erfahrene Surfer dagegen ein Traum. Sie finden eines der weltbesten Reviere vor Tarifa.
Fast alle Dörfer an der Costa de la Luz leben in Andalusien zumindest zum Teil noch vom Fischfang, zum Beispiel auch auf der Isla Canela, doch wird der Fremdenverkehr zunehmend zu einer wichtigen Erwerbsquelle. Auch wenn es schon einige große Retortensiedlungen wie Matalascanas oder Novo Sancti Petri gibt, ist man von Verhältnissen wie an der westlichen Costa del Sol – oder von Touristenhochburgen wie der Playa de Palma oder Cala Ratjada auf Mallorca – noch weit entfernt, nicht zuletzt, weil man aus den dort gemachten Fehlern lernen will.
So bleibt die Küste des Lichts ein Ziel für alle, die Sonne, Sand und Meer ohne Disko- und Animationsrummel genießen wollen. Phantastische Strände (insgesamt 265 km) mit feinstem Sand, landeinwärts von Eukalyptusbäumen und Pinien begrenzt, locken zum Bad im Atlantik, etwa bei Matalascanas, zwischen Sanlúcar de Barrameda und Rota, bei Chiclana de la Frontera, Barbate und Tarifa. Naturliebhaber werden am einzigartigen Nationalpark coto de Donana ihre Freude haben, der im Übrigen die Küste in zwei Hälften teilt, denn man muss ihn weiträumig umfahren, um vom Norden in den Süden zu kommen.
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Schlagworte: Andalusien, Costa de la Luz, Isla Canela, Tourismus
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